Zum Thema
- Städte bewegen sich im internationalen Standortwettbewerb in einem Spannungsfeld zwischen hoher Erreichbarkeit und ökologischer Nachhaltigkeit. Besonders in Europa führen wirtschaftliche Prosperität, Binnenmarkt und die damit zusammenhängende höhere Mobilität von Menschen und Gütern zu einem steigenden Verkehrsaufkommen. In städtischen Ballungsräumen verdichten sich die Verkehrsströme mit den bekannten Folgen: Überlastung der Verkehrsnetze, Lärm- und Schadstoffbelastung sowie erhöhte Unfallrisken und Stellplatzprobleme. Die bereits 2001 von der Europäischen Kommission formulierte Zielsetzung, Wirtschafts- und Transportwachstum zu entkoppeln, stellt somit eine zentrale Aufgabe der Verkehrspolitik der nächsten Jahre dar.
- Erfolgreiche Städte bieten der ansässigen Bevölkerung, TouristInnen und Investoren hohe Lebensqualität. Tatsächlich wird Lebensqualität zunehmend als Standort-Asset verstanden. Es ist dabei kein Zufall, dass Städte wie Zürich, Wien, Genf und Vancouver Spitzenplätze in diesbezüglichen Rankings belegen. Sie alle zeichnen sich nicht nur durch hohe Sicherheitsstandards, die Nähe zu hochwertigen Naturräumen u.ä. aus, sondern auch durch eine Verkehrs- und Stadtplanungspolitik, die stark auf den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und eine Stadt der kurzen Wege setzt. Damit wird nicht nur für eine effiziente Verkehrsorganisation gesorgt, sondern auch Urbanität ermöglicht.
- Wien steht in den nächsten Jahren vor neuen verkehrspolitischen Herausforderungen. Wien und die Vienna Region sind sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht als auch was die Bevölkerungsentwicklung betrifft Wachstumsregionen. Aktuelle Prognosen gehen von einem Bevölkerungszuwachs in der Agglomeration von plus 500.000 bis zum Jahr 2035 und einem starken Verkehrswachstum aus. Diese Rahmenbedingungen stellen hohe Anforderungen an die Verkehrs- und Mobilitätspolitik.
- Städtisches Mobilitätsmanagement im internationalen Vergleich. Zahlreiche Städte haben in den letzten Jahren ihre Mobilitätspolitik neu ausgerichtet. Anhand von Beispielen aus Europa und Kanada werden im Rahmen des Symposiums "Urbane Mobilität & Lebensqualität" österreichische und internationale ExpertInnen Strategien und Visionen von nachhaltiger urbaner Mobilität und deren Beitrag zu attraktiven und lebenswerten Städten diskutieren. Besonders im Fokus steht dabei die Frage, wie Verkehrsmasterpläne zu einer effizienten Organisation städtischer Mobilität beitragen können.
Quelle: www.urbanmobility.at
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